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Datum: 06.12.07

UVG-Unternehmerpreis 2007 geht an Paul Hackenberg

Mülheimer Unternehmer nimmt sich viel Zeit für seine 150 Mitarbeiter

v.l.: Heinz Lison, Paul Hackenberg und Mülheims Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld

v.l.: Heinz Lison, Paul Hackenberg und Mülheims Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld

Dr. Ing. Paul Hackenberg (68) wurde in Duisburg mit dem zum dritten Mal verliehenen UVG-Unternehmerpreis ausgezeichnet. Der Präsident der UnternehmerverbandsGruppe, Heinz Lison, überreichte dem Geschäftsführenden Gesellschafter der Mülheimer Wernert Pumpen GmbH die Skulptur „Der Traum vom Fliegen“. Sie symbolisiert die Fähigkeit, Visionen in die unternehmerische Realität umzusetzen.

Wie Lison in seiner Laudatio ausführte, steht Hackenberg „für die vielen erfolgreichen Familienunternehmen in der UVG“. Er leite ein „gewissermaßen altmodisches Familienunternehmen“, das Traditionen aufrechterhält. Er habe stets ein offenes Ohr und Zeit für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Hackenberg sage selbst über sich: „Meine Familie sind die Mitarbeiter!“ Nicht selten würden daher Betriebszugehörigkeiten von 40 - 50 Jahren gefeiert. Der UVG-Präsident dankte dem Preisträger auch dafür, dass er sich seit vielen Jahren im Unternehmerverband engagiere.

Seit 1987 leitet der Preisträger an der Seite seiner Schwiegermutter Helene Hoppe, geb. Wernert, und seiner Ehefrau, Dipl.-Kfm. Ursula Hackenberg, das 1920 gegründete Unternehmen. Auch die nächste Generation ist mit Corinna Hackenberg bereits eingebunden.

„Modernste Technik und geniale Innovationen gehen bei Ihnen einher mit einem bewusst behutsamen Wachstum.“, so Lison. Der Preis sei nicht etwa als Ehrung für ein vollbrachtes Lebenswerk zu verstehen, sondern als Anreiz, die vielen Tugenden Hackenbergs noch lange in den Dienst des Unternehmens zu stellen.

Der Preisträger, dem auch Mülheims Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld gratulierte, bedankte sich vor 300 Gästen im Haus der Unternehmer voller Bescheidenheit: „Ich habe diese Ehrung gar nicht verdient. Wenn schon, dann hätte jeder unter meinen 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern den Preis bekommen müssen.“

Stargast des UVG-Unternehmertages, in dessen Rahmen der Preis verliehen wurde, war Moritz Freiherr Knigge, ein Nachfahre des berühmten Adolph Freiherr Knigge. Der Unternehmensberater und Erfolgsautor („Spielregeln. Wie wir miteinander umgehen sollten“) widerlegte zunächst einmal die Mär, sein Ahnherr habe Benimmregeln aufgestellt: „Das wurde alles von späteren Autoren hineingeschrieben – damals gab es noch kein Urheberrecht“. Dann erläuterte er anschaulich, warum seiner Meinung nach Unternehmen keinen dauerhaften Erfolg haben, wenn sie die oft vorhandenen Leitlinien – in denen hohe Ansprüche an die innerbetriebliche Kommunikation und an den Umgang mit den Kunden gestellt werden – nicht wirklich „leben“.

Freiherr Knigge vermittelte auch Voraussetzungen und Regeln für den „lebensklugen“ Menschen, dem es gelingt, friedfertig und erfolgreich mit den Personen in seiner Umgebung zusammenzuleben und zusammenzuarbeiten. Zu diesen Tugenden gehören unter anderem die Achtung - übrigens ebenso die Selbstachtung - und die Fähigkeit, sinnlose Konflikte zu vermeiden. Auch bei diesen Ausführungen ging es nur am Rande um Etikettevorschriften, allerdings eher in der Absicht, sie zu relativieren. Er habe, so Freiherr Knigge, beim Stöbern im Internet gleich mehrere Regeln dafür gefunden, wie man unbedingt die Serviette ablegen sollte, wenn man während des Essens aufsteht. Seine Erkenntnis daraus: „Verurteilen Sie niemanden, nur weil der die Dinge nicht genau so handhabt wie Sie selbst.“

 


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Tel. 0203 6082-225, 
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Tel. 0203 99367-223,
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